Sieger

Am 20. November 2020 hat der FED aufgrund der Corona-Situation in einer Online-Veranstaltung die Sieger verkündet. Unter den zehn nominierten Teams haben folgende drei Projekte die meisten Gesamtpunkte von der Jury erhalten und damit den ersten durchgeführten PAUL Award 2020 gewonnen.

Die Pressemitteilung zur Online-Siegerehrung finden Sie hier.

1. Sieger:

Erfinder: Paul Goldschmidt (18 Jahre, aus Heidelberg)

Organisation: Carl-Bosch-Schule Heidelberg

Projekttitel: Te m p e r a tUHR – Ein Open-Source- Sensorsystem zur smarten und intelligenten Temperaturüberwachung von Flüssigkeiten

Projektinformationen: Jeder, der eine alte Gusseisen-Elektrokochplatte besitzt und regelmäßig Nudeln kocht, kennt das Problem: Man setzt Wasser auf, muss aber mindestens zehn Minuten warten, bis das Wasser zu kochen beginnt. Der „TemperatUHR“ schafft eine einfache Möglichkeit, die Wartezeit während der Temperaturänderung bei Flüssigkeiten sinnvoll zu überbrücken: Ein Temperatursensor, der in Wasser und andere Flüssigkeiten eintauchen kann und den Nutzer per Smartphone rechtzeitig informiert, bevor eine festgelegte Temperatur erreicht wird.
So kann der Anwender noch entspannt in einem anderen Raum weiterarbeiten, während ein Microcontroller im Sekundentakt nachschaut, ob die Flüssigkeit demnächst die vorgegebene Temperatur erreichen wird. Der lebensmittelechte Tauch-Temperatursensor ist so umgesetzt, dass er dauerhaft in einer Flüssigkeit schwimmen kann, ohne Schaden zu nehmen. Die Box mit dem Microcontroller und der Sendetechnik ist komplett abgedichtet und kann in Räumen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit direkt am Einsatzort platziert werden. Eine App (-anbindung) ist Teil der Projektumsetzung.
Informationen zur Projektumsetzung (zum Nachbauen) erhalten Sie hier.

2. Sieger:

Erfinder: Lukas Biethan, Jakob Keischnigg und Fabian Lechl (jeweils 19 Jahre, aus Ferlach, Kärnten)

Organisation: Schüler der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt

Projektitel: Lora Sense: LoRa (Long Range)-Überwachung z.B. von Kellern und Gärten

Projektinformationen: Das System besteht aus ein oder mehreren LoRa-Gateways, welche sich durch eine große Empfangsreichweite auszeichnen. Durch geringen Aufwand ist somit eine Überwachung eines größeren Gebäudekomplexes möglich. Die entwickelten Sensoren übertragen die Messwerte stets verschlüsselt.
Die Daten werden von eigenen wie auch von benachbarten Gateways auf eine Website übertragen. Selbst bei einem Totalausfall der Infrastruktur (Strom, Internet) können die batteriebetriebenen Sensoren unverändert Messdaten liefern. Die Vorteile des Systems liegen daher einerseits in dem geringeren Aufwand bei der Einrichtung (weniger Gateways, größere Reichweite), andererseits bietet dieses System eine bisher nicht vorhandene Ausfallsicherheit.

3. Sieger:

Erfinder: Philipp Lorenz (22 Jahre, aus Augsburg)

Organisation: Student an der Technischen Hochschule Ulm und Werkstudent bei BMK Professional Electronics GmbH

Projekttitel: Technologiestudie zu Energy Harvesting für die Erfassung, Verarbeitung und Kommunikation von Daten in Laufschuhen

Projektinformationen: Sportler, die ihre Effizienz beim Laufen verbessern möchten, können dafür auf technische Hilfsmittel zurückgreifen. Diese helfen, die Lauftechnik zu optimieren, um dadurch weniger schnell zu ermüden und Verletzungen vorzubeugen. Durch ihre Position am Fuß des Läufers, eignen sich Schuhe besonders gut zum Erfassen von Laufeffizienzdaten.
Im Zuge des Energy-Harvesting-Entwicklungs-Projekts wurde ein System konstruiert, welches in einen Laufschuh passt und, in Verbindung mit einem Smartphone, Daten zur Laufkultur bereitstellt. Die im Schuh befindlichen Systemkomponenten sollen anhand von Energy Harvesting ihre Energie aus der Umgebung beziehen. Zur Kommunikation zwischen dem Schuh und dem Smartphone dient die Bluetooth-Technik.
Im Schuh wurde die darauf wirkende Beschleunigung von einem mikromechanischen Inertialsensor in drei zueinander orthogonalen Achsen digitalisiert, wodurch Informationen über die Bewegung des Schuhs im dreidimensionalen Raum zur Verfügung stehen. Die Daten wurden zu einem System on a Chip übertragen, welcher die Daten puffert und komprimiert. Die komprimierten Daten können kabellos zum Smartphone übertragen werden. Im Smartphone wiederum werden die erfassten Daten dann verarbeitet, wodurch Informationen über das Laufverhalten des Nutzers verfügbar sind.